Psalm 18; Psalm 19; Apostelgeschichte 20:17-38

1 Ein Psalm, vorzusingen, Davids, des Knechtes des HERRN, welcher hat dem Herrn die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der HERR errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Sauls, und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, HERR, meine Stärke! 2 HERR, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils und mein Schutz! 3 Ich rufe an den HERRN, den Hochgelobten, so werde ich von meinen Feinden erlöst. 4 Es umfingen mich des Todes Bande, und die Bäche des Verderbens erschreckten mich. 5 Der Hölle Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. 6 Da mir angst war, rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren. 7 Die Erde bebte und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regten sich und bebten, da er zornig war. 8 Dampf ging von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, daß es davon blitzte. 9 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. 10 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebte auf den Fittichen des Windes. 11 Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze, dicke Wolken, darin er verborgen war. {~} {~} 12 Vom Glanz vor ihm trennten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen. 13 Und der HERR donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seinen Donner aus mit Hagel und Blitzen. 14 Er schoß seine Strahlen und zerstreute sie; er ließ sehr blitzen und schreckte sie. 15 Da sah man das Bett der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, HERR, von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase. 16 Er streckte seine Hand aus von der Höhe und holte mich und zog mich aus großen Wassern. 17 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren, 18 die mich überwältigten zur Zeit meines Unglücks; und der HERR ward meine Zuversicht. 19 Und er führte mich aus ins Weite. Er riß mich heraus; denn er hatte Lust zu mir. 20 Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinigkeit meiner Hände. 21 Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott. 22 Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir; 23 sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Sünden. 24 Darum vergilt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinigkeit meiner Hände vor seinen Augen. 25 Bei den Heiligen bist du heilig, und bei den Frommen bist du fromm, 26 und bei den Reinen bist du rein, und bei den Verkehrten bist du verkehrt. 27 Denn du hilfst dem elenden Volk, und die hohen Augen erniedrigst du. 28 Denn du erleuchtest meine Leuchte; der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht. 29 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Gott über die Mauer springen. 30 Gottes Wege sind vollkommen; die Reden des HERRN sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. 31 Denn wo ist ein Gott außer dem HERRN, oder ein Hort außer unserm Gott? 32 Gott rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel. 33 Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Höhen. 34 Er lehrt meine Hand streiten und lehrt meinen Arm einen ehernen Bogen spannen. 35 Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte stärkt mich; und wenn du mich demütigst, machst du mich groß. 36 Du machst unter mir Raum zu gehen, daß meine Knöchel nicht wanken. 37 Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen, und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe. 38 Ich will sie zerschmettern; sie sollen mir nicht widerstehen und müssen unter meine Füße fallen. 39 Du kannst mich rüsten mit Stärke zum Streit; du kannst unter mich werfen, die sich wider mich setzen. 40 Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, daß ich meine Hasser verstöre. 41 Sie rufen-aber da ist kein Helfer-zum HERRN; aber er antwortet ihnen nicht. 42 Ich will sie zerstoßen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegräumen wie den Kot auf der Gasse. 43 Du hilfst mir von dem zänkischen Volk und machst mich zum Haupt unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir; 44 es gehorcht mir mit gehorsamen Ohren. Ja, den Kindern der Fremde hat's wider mich gefehlt; 45 die Kinder der Fremde verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren Burgen. 46 Der HERR lebt, und gelobt sei mein Hort; und erhoben werde der Gott meines Heils, 47 der Gott, der mir Rache gibt und zwingt die Völker unter mich; 48 der mich errettet von meinen Feinden und erhöht mich aus denen, die sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern. 49 Darum will ich dir danken, HERR, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen, 50 der seinem König großes Heil beweist und wohltut seinem Gesalbten, David und seinem Samen ewiglich.
1 Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk. 2 Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern. 3 Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme höre. 4 Ihre Schnur geht aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende. Er hat der Sonne eine Hütte an ihnen gemacht; 5 und dieselbe geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held zu laufen den Weg. 6 Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen. 7 Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist gewiß und macht die Unverständigen weise. 8 Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz; die Gebote des HERRN sind lauter und erleuchten die Augen. 9 Die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewiglich; die Rechte des HERRN sind wahrhaftig, allesamt gerecht. 10 Sie sind köstlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind süßer denn Honig und Honigseim. 11 Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie hält, der hat großen Lohn. 12 Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle! 13 Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, daß sie nicht über mich herrschen, so werde ich ohne Tadel sein und unschuldig bleiben großer Missetat. 14 Laß dir wohl gefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, HERR, mein Hort und mein Erlöser.
17 Aber von Milet sandte er gen Ephesus und ließ fordern die Ältesten von der Gemeinde. 18 Als aber die zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Ihr wisset, von dem Tage an, da ich bin nach Asien gekommen, wie ich allezeit bin bei euch gewesen 19 und dem HERRN gedient habe mit aller Demut und mit viel Tränen und Anfechtung, die mir sind widerfahren von den Juden, so mir nachstellten; 20 wie ich nichts verhalten habe, das da nützlich ist, daß ich's euch nicht verkündigt hätte und euch gelehrt, öffentlich und sonderlich; 21 und habe bezeugt, beiden, den Juden und Griechen, die Buße zu Gott und den Glauben an unsern HERRN Jesus Christus. 22 Und nun siehe, ich, im Geiste gebunden, fahre hin gen Jerusalem, weiß nicht, was mir daselbst begegnen wird, 23 nur daß der heilige Geist in allen Städten bezeugt und spricht, Bande und Trübsal warten mein daselbst. 24 Aber ich achte der keines, ich halte mein Leben auch nicht selbst teuer, auf daß ich vollende meinen Lauf mit Freuden und das Amt, das ich empfangen habe von dem HERRN Jesus, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes. 25 Und nun siehe, ich weiß, daß ihr mein Angesicht nicht mehr sehen werdet, alle die, bei welchen ich durchgekommen bin und gepredigt habe das Reich Gottes. 26 Darum bezeuge ich euch an diesem heutigen Tage, daß ich rein bin von aller Blut; 27 denn ich habe euch nichts verhalten, daß ich nicht verkündigt hätte all den Rat Gottes. 28 So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche euch der heilige Geist gesetzt hat zu Bischöfen, zu weiden die Gemeinde Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat. 29 Denn das weiß ich, daß nach meinem Abschied werden unter euch kommen greuliche Wölfe, die die Herde nicht verschonen werden. 30 Auch aus euch selbst werden aufstehen Männer, die da verkehrte Lehren reden, die Jünger an sich zu ziehen. 31 Darum seid wach und denket daran, daß ich nicht abgelassen habe drei Jahre, Tag und Nacht, einen jeglichen mit Tränen zu vermahnen. 32 Und nun, liebe Brüder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner Gnade, der da mächtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter allen, die geheiligt werden. 33 Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt. 34 Denn ihr wisset selber, daß mir diese Hände zu meiner Notdurft und derer, die mit mir gewesen sind, gedient haben. 35 Ich habe es euch alles gezeigt, daß man also arbeiten müsse und die Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des HERRN Jesus, daß er gesagt hat: "Geben ist seliger denn Nehmen!" 36 Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen allen. 37 Es war aber viel Weinen unter ihnen allen, und sie fielen Paulus um den Hals und küßten ihn, 38 am allermeisten betrübt über das Wort, das er sagte, sie würden sein Angesicht nicht mehr sehen; und geleiteten ihn in das Schiff.