Hiob 30:11-21

11 Sie haben ihr Seil gelöst und mich zunichte gemacht und ihren Zaum vor mir abgetan.
12 Zur Rechten haben sich Buben wider mich gesetzt und haben meinen Fuß ausgestoßen und haben wider mich einen Weg gemacht, mich zu verderben.
13 Sie haben meine Steige zerbrochen; es war ihnen so leicht, mich zu beschädigen, daß sie keiner Hilfe dazu bedurften.
14 Sie sind gekommen wie zu einer weiten Lücke der Mauer herein und sind ohne Ordnung dahergefallen.
15 Schrecken hat sich gegen mich gekehrt und hat verfolgt wie der Wind meine Herrlichkeit; und wie eine Wolke zog vorüber mein glückseliger Stand.
16 Nun aber gießt sich aus meine Seele über mich, und mich hat ergriffen die elende Zeit.
17 Des Nachts wird mein Gebein durchbohrt allenthalben; und die mich nagen, legen sich nicht schlafen.
18 Mit großer Gewalt werde ich anders und anders gekleidet, und ich werde damit umgürtet wie mit einem Rock.
19 Man hat mich in den Kot getreten und gleich geachtet dem Staub und der Asche.
20 Schreie ich zu dir, so antwortest du mir nicht; trete ich hervor, so achtest du nicht auf mich.
21 Du hast mich verwandelt in einen Grausamen und zeigst an mit der Stärke deiner Hand, daß du mir gram bist.

Hiob 30:11-21 Meaning and Commentary

INTRODUCTION TO JOB 30

Job in this chapter sets forth his then unhappy state and condition, in contrast with his former state of prosperity described in the preceding chapter: things had taken a strange turn, and were just the reverse of what they were before; he that was before in such high esteem and credit with all sorts of men, young and old, high and low, rich and poor, now is had in derision by the meanest and basest of men, whose characters are described, Job 30:1-8; and the instances of their contempt of him by words and gestures are given, Job 30:9-14; he who enjoyed so much ease of mind, and health of body, is now filled with distresses of soul, and bodily diseases, Job 30:15-19; and he who enjoyed so much of the presence of God, and communion with him, and of his love and favour, was now disregarded, and, as he thought, cruelly used by him, who not only had destroyed his substance, but was about to bring him to the grave, Job 30:20-24; all which came upon him, though he had a sympathizing heart with the poor, and them that were in trouble, and when he expected better things, Job 30:25-28; and he close the chapter, lamenting his sad and sorrowful circumstances, Job 30:29-31.

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