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Genesis 32; Genesis 33; Genesis 34
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Genesis 32
1
Und Jakob zog seines Weges, und es begegneten ihm Engel Gottes.
2
Und Jakob sprach, als er sie sah: Dies ist das Heerlager Gottes. Und er gab jenem Orte den Namen Machanaim.
3
Und Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau, in das Land Seir, das Gefilde Edom.
4
Und er gebot ihnen und sprach: So sollt ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sprechen: So spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban habe ich mich aufgehalten und bin geblieben bis jetzt;
5
und ich habe Rinder und Esel, Kleinvieh und Knechte und MĂ€gde erworben; und ich habe gesandt, es meinem Herrn kundzutun, um Gnade zu finden in deinen Augen.
6
Und die Boten kehrten zu Jakob zurĂŒck und sprachen: Wir sind zu deinem Bruder, zu Esau, gekommen, und er zieht dir auch entgegen und vierhundert Mann mit ihm.
7
Da fĂŒrchtete sich Jakob sehr, und ihm ward angst; und er teilte das Volk, das bei ihm war, und das Kleinvieh und die Rinder und die Kamele in zwei ZĂŒge.
8
Und er sprach: Wenn Esau wider den einen Zug kommt und ihn schlĂ€gt, so wird der ĂŒbriggebliebene Zug entrinnen können.
9
Und Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, Jehova, der du zu mir geredet hast: Kehre zurĂŒck in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, und ich will dir wohltun!
10
Ich bin zu gering all der GĂŒtigkeiten und all der Treue, die du deinem Knechte erwiesen hast; denn mit meinem Stabe bin ich ĂŒber diesen Jordan gegangen, und nun bin ich zu zwei ZĂŒgen geworden.
11
Rette mich doch von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus! Denn ich fĂŒrchte ihn, daĂ er etwa komme und mich schlage, die Mutter samt den Kindern.
12
Du hast ja gesagt: GewiĂlich werde ich dir wohltun und werde deinen Samen machen wie den Sand des Meeres, der nicht gezĂ€hlt wird vor Menge.
13
Und er ĂŒbernachtete daselbst in jener Nacht; und er nahm von dem, was in seine Hand gekommen war, ein Geschenk fĂŒr seinen Bruder Esau:
14
Zweihundert Ziegen und zwanzig Böcke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder,
15
dreiĂig sĂ€ugende Kamele mit ihren FĂŒllen, vierzig KĂŒhe und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn junge Esel.
16
Und er gab sie in die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, und er sprach zu seinen Knechten: Ziehet vor mir her und lasset Raum zwischen Herde und Herde.
17
Und er gebot dem ersten und sprach: Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt und spricht: Wem gehörst du an, und wohin gehst du, und wem gehören diese da vor dir?
18
so sollst du sagen: Deinem Knechte Jakob; es ist ein Geschenk, gesandt meinem Herrn, dem Esau; und siehe, er selbst ist hinter uns.
19
Und er gebot auch dem zweiten, auch dem dritten, auch allen, die hinter den Herden hergingen, und sprach: Nach diesem Worte sollt ihr zu Esau reden, wenn ihr ihn findet,
20
und sollt sagen: Siehe, dein Knecht Jakob ist selbst hinter uns. Denn er sagte: Ich will ihn versöhnen durch das Geschenk, das vor mir hergeht, und danach will ich sein Angesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen.
21
Und das Geschenk zog vor ihm her, und er ĂŒbernachtete in jener Nacht im Lager.
22
Und er stand in jener Nacht auf und nahm seine zwei Weiber und seine zwei MĂ€gde und seine elf Söhne und zog ĂŒber die Furt des Jabbok;
23
und er nahm sie und fĂŒhrte sie ĂŒber den FluĂ und fĂŒhrte hinĂŒber, was er hatte.
24
Und Jakob blieb allein ĂŒbrig; und es rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenröte aufging.
25
Und als er sah, daĂ er ihn nicht ĂŒbermochte, da rĂŒhrte er sein HĂŒftgelenk an; und das HĂŒftgelenk Jakobs ward verrenkt, indem er mit ihm rang.
26
Da sprach er: Laà mich los, denn die Morgenröte ist aufgegangen; und er sprach: Ich lasse dich nicht los, du habest mich denn gesegnet.
27
Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Und er sprach: Jakob.
28
Da sprach er: Nicht Jakob soll hinfort dein Name heiĂen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gerungen und hast obsiegt.
29
Und Jakob fragte und sprach: Tue mir doch deinen Namen kund! Da sprach er: Warum doch fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn daselbst.
30
Und Jakob gab dem Orte den Namen Pniel: denn ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!
31
Und die Sonne ging ihm auf, als er ĂŒber Pniel hinaus war; und er hinkte an seiner HĂŒfte.
32
Darum essen die Kinder Israel nicht die Spannader, die ĂŒber dem HĂŒftgelenk ist, bis auf den heutigen Tag, weil er das HĂŒftgelenk Jakobs, die Spannader, angerĂŒhrt hat.
The Elberfelder Bible is in the public domain.
Genesis 33
1
Und Jakob hob seine Augen auf und sah: und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Und er verteilte die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden MĂ€gde;
2
und er stellte die MĂ€gde und ihre Kinder vornan und Lea und ihre Kinder dahinter und Rahel und Joseph zuletzt.
3
Er aber ging vor ihnen her und beugte sich siebenmal zur Erde nieder, bis er nahe zu seinem Bruder kam.
4
Und Esau lief ihm entgegen und umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und kĂŒĂte ihn; und sie weinten.
5
Und er hob seine Augen auf und sah die Weiber und die Kinder und sprach: Wer sind diese bei dir? Und er sprach: Die Kinder, die Gott deinem Knechte beschert hat.
6
Und die MĂ€gde traten herzu, sie und ihre Kinder, und verneigten sich.
7
Und auch Lea trat herzu und ihre Kinder, und sie verneigten sich. Und danach traten Joseph und Rahel herzu und verneigten sich.
8
Und er sprach: Was willst du mit diesem ganzen Zug, dem ich begegnet bin? Und er sprach: Daà ich Gnade fÀnde in den Augen meines Herrn.
9
Da sprach Esau: Ich habe genug, mein Bruder; es sei dein, was du hast.
10
Und Jakob sprach: Nicht doch; wenn ich anders Gnade gefunden habe in deinen Augen, so nimm mein Geschenk von meiner Hand, da ich nun einmal dein Angesicht gesehen habe, als hÀtte ich Gottes Angesicht gesehen, und du Wohlgefallen an mir gehabt hast.
11
Nimm doch mein Geschenk, das dir ĂŒberbracht worden ist; denn Gott hat es mir beschert, und ich habe alles. Und er drang in ihn, und er nahm es.
12
Und Esau sprach: LaĂ uns aufbrechen und weiterziehen, und ich will vor dir herziehen.
13
Und er sprach zu ihm: Mein Herr weiĂ, daĂ die Kinder zart sind und daĂ ich sĂ€ugende Schafe und KĂŒhe bei mir habe; wenn man sie nur einen Tag ĂŒbertriebe, so wĂŒrde die ganze Herde sterben.
14
Mein Herr ziehe doch vor seinem Knechte hin, und ich will einherziehen nach meiner GemÀchlichkeit, nach dem Gange des Viehes, das vor mir ist, und nach dem Gange der Kinder, bis ich zu meinem Herrn komme nach Seir.
15
Und Esau sprach: Ich will doch von dem Volke bei dir zurĂŒcklassen, das bei mir ist. Und er sprach: Wozu das? Möchte ich Gnade finden in den Augen meines Herrn!
16
Und Esau kehrte an selbigem Tage seines Weges zurĂŒck nach Seir.
17
Und Jakob brach auf nach Sukkoth und baute sich ein Haus, und seinem Vieh machte er HĂŒtten; darum gab er dem Orte den Namen Sukkoth.
18
Und Jakob kam wohlbehalten nach der Stadt Sichem, die im Lande Kanaan ist, als er aus Paddan-Aram kam, und lagerte vor der Stadt.
19
Und er kaufte das StĂŒck Feld, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte, von der Hand der Söhne Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Kesita.
20
Und er richtete daselbst einen Altar auf und nannte ihn: Gott, der Gott Israels.
The Elberfelder Bible is in the public domain.
Genesis 34
1
Und Dina, die Tochter Leas, die sie dem Jakob geboren hatte, ging aus, die Töchter des Landes zu sehen.
2
Und es sah sie Sichem, der Sohn Hemors, des Hewiters, des FĂŒrsten des Landes, und er nahm sie und lag bei ihr und schwĂ€chte sie.
3
Und seine Seele hing an Dina, der Tochter Jakobs, und er liebte das MĂ€dchen und redete zum Herzen des MĂ€dchens.
4
Und Sichem sprach zu Hemor, seinem Vater, und sagte: Nimm mir dieses MĂ€dchen zum Weibe.
5
Und Jakob hörte, daà er seine Tochter Dina entehrt hatte; seine Söhne aber waren mit seinem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg, bis sie kamen.
6
Und Hemor, der Vater Sichems, kam heraus zu Jakob, um mit ihm zu reden.
7
Und die Söhne Jakobs kamen vom Felde, sobald sie es hörten; und die MĂ€nner krĂ€nkten sich und ergrimmten sehr, weil er eine Schandtat in Israel verĂŒbt hatte, bei der Tochter Jakobs zu liegen; und also sollte nicht geschehen.
8
Und Hemor redete mit ihnen und sprach: Sichem, mein Sohn, seine Seele hÀngt an eurer Tochter: Gebet sie ihm doch zum Weibe,
9
und verschwÀgert euch mit uns: gebet uns eure Töchter und nehmet euch unsere Töchter;
10
und wohnet bei uns, und das Land soll vor euch sein: wohnet und verkehret darin, und machet euch darin ansÀssig.
11
Und Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren BrĂŒdern: Möge ich Gnade finden in euren Augen! Und was ihr mir sagen werdet, will ich geben.
12
Leget mir sehr viel auf als Heiratsgabe und Geschenk, und ich will es geben, so wie ihr mir sagen werdet; und gebet mir das MĂ€dchen zum Weibe.
13
Und die Söhne Jakobs antworteten Sichem und seinem Vater Hemor betrĂŒglich und redeten, weil er ihre Schwester Dina entehrt hatte;
14
Und sie sprachen zu ihm: Wir können dies nicht tun, unsere Schwester einem unbeschnittenen Manne zu geben, denn das wĂ€re eine Schande fĂŒr uns.
15
Nur unter der Bedingung wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr werdet wie wir, indem alles MĂ€nnliche bei euch beschnitten wird;
16
dann wollen wir euch unsere Töchter geben und eure Töchter uns nehmen, und wir wollen bei euch wohnen und ein Volk sein.
17
Wenn ihr aber nicht auf uns höret, euch beschneiden zu lassen, so nehmen wir unsere Tochter und ziehen weg.
18
Und ihre Worte waren gut in den Augen Hemors und Sichems, des Sohnes Hemors.
19
Und der JĂŒngling zögerte nicht, dies zu tun, denn er hatte Gefallen an der Tochter Jakobs. Und er war geehrt vor allen im Hause seines Vaters.
20
Und Hemor und Sichem, sein Sohn, kamen in das Tor ihrer Stadt, und sie redeten zu den MĂ€nnern ihrer Stadt und sprachen:
21
Diese MÀnner sind friedlich gegen uns, so mögen sie im Lande wohnen und darin verkehren; und das Land, siehe, weit nach beiden Seiten ist es vor ihnen. Wir wollen uns ihre Töchter zu Weibern nehmen und unsere Töchter ihnen geben.
22
Nur unter der Bedingung wollen die MĂ€nner uns zu Willen sein, bei uns zu wohnen, ein Volk zu sein, wenn bei uns alles MĂ€nnliche beschnitten werde, so wie sie beschnitten sind.
23
Ihre Herden und ihr Besitz und all ihr Vieh, werden die nicht unser sein? Nur laĂt uns ihnen zu Willen sein, und sie werden bei uns wohnen.
24
Und sie hörten auf Hemor und auf Sichem, seinen Sohn, alle, die zum Tore seiner Stadt ausgingen; und alles MÀnnliche wurde beschnitten, alle, die zum Tore seiner Stadt ausgingen.
25
Und es geschah am dritten Tage, als sie in Schmerzen waren, da nahmen die zwei Söhne Jakobs, Simeon und Levi, die BrĂŒder Dinas, ein jeder sein Schwert und kamen kĂŒhn wider die Stadt und ermordeten alles MĂ€nnliche;
26
auch Hemor und seinen Sohn Sichem ermordeten sie mit der SchÀrfe des Schwertes und nahmen Dina aus dem Hause Sichems und gingen davon.
27
Die Söhne Jakobs kamen ĂŒber die Erschlagenen und plĂŒnderten die Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt hatten.
28
Ihr Kleinvieh und ihre Rinder und ihre Esel und was in der Stadt und was auf dem Felde war, nahmen sie;
29
und all ihr Vermögen und alle ihre Kinder und ihre Weiber fĂŒhrten sie gefangen hinweg und raubten sie und alles, was in den HĂ€usern war.
30
Da sprach Jakob zu Simeon und zu Levi: Ihr habt mich in TrĂŒbsal gebracht, indem ihr mich stinkend machet unter den Bewohnern des Landes, unter den Kanaanitern und unter den Perisitern. Ich aber bin ein zĂ€hlbares HĂ€uflein, und sie werden sich wider mich versammeln und mich schlagen, und ich werde vertilgt werden, ich und mein Haus.
31
Und sie sprachen: Sollte man unsere Schwester wie eine Hure behandeln?
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